www.akololo.com
Hier können Sie die wichtigsten Werke des Frankfurter Künstlers Akololo besichtigen. Derzeit sind mehr als 100 Abbildungen aus dem Gesamtwerk des Malers ausgestellt
und stehen dem Besucher in verschiedenen Ansichten zur Verfügung. Eine umfassende Werkschau nach thematischer Gliederung sowie die Ausstellung laufender Arbeiten ist
in Planung und soll Ende 2005 in dieser Web-Galerie realisiert werden.
Zur Zeit erlaubt eine Such-Funktion das gezielte Auffinden der bisher erfaßten Werke.
Jeder Nachdruck oder weitere Verwendung der hier abgebildeten Motive ist nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Künstlers gestattet!
Bei technischen Fragen zu der virtuellen Bilder-Galerie wenden Sie sich bitte an Dr. Hermann Tertilt. Bei Fragen zum Nachdruck oder bei Bilderwunsch
wenden Sie sich bitte direkt an Akololo.
Lebenslauf
Am 17.05.1958 wird Akololo in Sulimanja geboren. Da sein Vater wegen seiner aktiven Rolle in der Republik Mahabad im Jahre 1946 zu 25 Jahren verurteilt war, wurde er wie zwei seiner Schwestern im Gefängniss gezeugt. Seine frühe Kindheit verbringt er im kurdischen Bergland im Wiederstand.
1964 zieht er mit seiner Famillie nach Bagdad, dort geht er auch zur der katholischen Schule "Die Jungfrau Mirjam".
In jenen Jahren ist Bagdad noch eine weltoffener Stadt mit kultureller und religioser Vielfalt; Presse und Publikationen aus aller Welt sind hier im Original oder als Übersetzung zu bekommen. Diese Vielfalt, die auch eine musikalische Vielfalt beinhaltet, beeinflußt das spätere künstlerische Schaffen von Ako grundsätzlich und nachhaltig. In den späten sechzigern ist er Zeuge vom abrupten Niedergang der offenen und zivilen Gesellschaft des Iraks.
Die wenigen noch im Irak lebenden Juden wurden steckbrieflich verfolgt: "ich saß auf dem Boden und habe hunderte Steckbriefe mitangesehen. Mein Vater hat mir dies und das erklärt, was Juden betrifft und gesagt: danach sind wir dran. Er verschwand nach paar Tagen aus Bagdad und ist angeblich an einem Gegen-Putsch gegen das Baathregime beteiligt gewesen", erinnert er sich heute.
Bereits als Kind findet er künstlerische und kreative Anregung in seiner Familie und Verwandschaft, zu der bekannte Poeten und Schriftsteller wie Kameran Mokri und Akhol gehören. Der bekannter Künstler Lala Abda, der heute in Frankreich lebt, ist sein Onkel und Lehrmeister.
1969 zieht er mit der Familie wieder nach Sulimanja. Mit hunderten von Bildern schmückt er jedes Jahr die Schulaustellungen, außerdem ist er bereits mit 12 Jahren als Sänger das erste mal auf der Bühne, singt Ethnomusik mit diversen Bands. Im Oktober 2004 singt er bei seiner Comeback den heiligen Text von der islamischen al Schahadat (Ruf des Muezzins) mit der amerikanischen Nationalhymne auf der Bühne. Ein CD Veröffentlichung ist geplant.
In den frühen siebziger Jahren zeigt der junger Künstler ein großes Interesse am Aquarellkasten und zeigt sein Talent in der Landschaftsmalerei; von seiner Schule wird er dafür gefördert. 1974 geht er in den Widerstand gegen das Baathregime. Ein Jahr später bricht der Widerstand zusammen, er wird von der Schule für ein Jahr suspendiert.
1977 Abitur.
1978 Hochschule für Administration und Wirtschaft in Sulimanja.
1979 Flucht nach Italien.
In Florenz findet er Anschluß an zahlreiche internationale Künstlergruppen, allerdings will er autodidaktisch seine Kunst weiterentwickeln und entschließt sich nach einem Jahr Aufenthalt in Italien, ein Soziologie Studium in Marburg aufzunehmen. Seine erste persönliche Ausstellung (Babylon Bagdad Berlin!) wird in "meiner zweiten Heimatstadt" Marburg eröffnet.
1984 Ausstellung in der katholischen Gemeinde Marburg an der Lahn.
1986 Gruppenausstellung in der Galerie Käfer.
1989 Ausstellung und Kunst-Kalender bei Roland Berger & Partner in München. 15 Bilder im Besitz der Manager des Unternehmens.
1991 Ausstellung in Postergalerie Hamburg. Zwei Jahre Zusammenarbeit.
1992 Gruppenausstellung bei Galerie Bendinelli in Köln.
1992 Ausstellung in der Galerie Ploghaus in Darmstadt. Vier Jahre Zusammenarbeit
1993 Ausstellung in der Galerie Hohmann in Köln. Vier Jahre Zusammenarbeit.
1994 Ausstellung in der Galerie Elwert in Baden Baden. Acht Jahre Zusammenarbeit.
1994 Ausstellung im Kunsthaus Schaller in Stuttgart. Vier Jahre Zusammenarbeit.
1994 Ausstellung bei der Galerie Katz in Maintal. Fünf Jahre Zusammenarbeit.
1994 Gruppenausstellung bei Galerie von der Bank in Frankfurt/Main.
1994 Ausstellung in der Galerie Opis in Biber Offenbach.
1994 Ausstellung bei der Frankfurter Sparkasse 1822 - 12 Bilder im Besitz der Sparkasse.
1994 Gruppenaustellung in der Galerie Roucka in München, Zusammenarbeit bis heute.
Seit 1995 im Programm der Galerie Matuschek in Wiesbaden.
1995 im Programm der Galerie Niagara in Düsseldorf.
1995 Ausstellung in der Galerie Witzel (früher Plakart). Zusammenarbeit bis heute.
2002-2003 Ausstellungen im Kulturcaffee Odyssee in FFM.
Trotz einer schweren chronischen Erkrankung, die lebensbedrohliche Ausmaße hatte, und zweimaliger Operationen hat der Akololo sein künstlerisches Schaffen fortgesetzt. Die meisten der zu sehenden Werke heute sind in den letzten sechs Jahren entstanden.
Auswahl einiger Werke:
- United States of Orient: ein Weltbild entsteht und zerfällt. Wie die teilweise oder totaler Ausfall von Normalität aber auch der Ausfall von Abnormalität von den betroffenen Menschen in der bedrohlichen Situation verarbeitet wird...
- Humanismus factory Gmbh: Die Zuordnung eines Kunstwerkes zur Wirklichkeit, (also über die Scheinwirklichkeit hinaus) hört dann auf, willkürlich zu sein, wenn das Werk einem Kunstsystem angehört.
- 11. September und danach: die Seinsgebundenheit des Denkens über bestimmte Ereignisse. Aus einem sehr rauhen Zustand der Wirklichkeit auf sich zurückgeworfen, mit sich zurückbeworfen!
- Akute Anämie in der Küche von Max Horkheimer; das überwundene und das anzuschauende Bild, das Akololo TATSÄCHLICH in der Küche von M. Horkheimer gemalt hat, stellt nur eine Ich-Regression in einem Mangelzustand dar.
- Immortal Polyteistic City: eine Interferenz der begehbaren und befliegbaren Welten, erkaltete und erwärmte Welten greifen in diesem Werk ineinander über, eine Welt, die von der Unendlichkeit von Werden und Vergehen sich speist.
- Die Liebe zur Zeit der Lepra; eine Bildkomposition nach dem Film "Die Reise des jungen Che" mit Zuschauer Dimension. Ein starkes Segment hat das Wesen des Zerfalls, der zur Narbe werden kann, um mit uns weiterzuleben.
- Schmuggler in der Milchstraße; die Verbreitung vom einfachsten Gedanken - geschweige denn von Kultur - hat einen großen Zufalls- und Verwechslungscharakter, in dem ihre eignen Ursprung wiedersprechen kann und das ohne Wiederkehr.